Als Schenker vor dem Herrn ist er in dieser Hemmisphäre eh nocht nicht in Erscheinung getreten, stets graut es ihm davor. Doch er gelobt Besserung - abseits der ganzen Gutschein-Kisten.
Samstag, 24. April 2010
Wunschdenken
Da sitzt er nun auf einem für seine Verhältnisse nicht unerheblichen Batzen Kohle und weiß dennoch nichts damit anzufangen. Immer dann, wenn er in der Pflicht steht, etwas schenken zu müssen, verlassen ihn die kreativen Synapsen seines Brains. Seit Tagen überlegt er, wägt ab, kann aber aufgrund seiner Hirn-Schlaffheit nicht handeln.
"Ach, nö! Das isses nicht...kommt nicht in Frage, ist zu teuer, aber irgendwie gut. Genau das Richtige eigentlich. Da freuen die sich bestimmt drüber. Aber nee, meinste? Wohl eher doch nicht? Vielleicht ist es das? Mmhh, ich weiß nicht, eher nicht, wohl zu langweilig, zu unkreativ. Da machste dich lächerlich mit! Aber das ist doch irgendwie schon wieder so schlecht, dass es eigentlich verdammt nochmal cool ist. Nein, das passt doch eh nicht, aber irgendwie schon. Nee, die halten mich doch für verrückt, nee komm lass' es besser. Immer die gleiche Leier."
Als Schenker vor dem Herrn ist er in dieser Hemmisphäre eh nocht nicht in Erscheinung getreten, stets graut es ihm davor. Doch er gelobt Besserung - abseits der ganzen Gutschein-Kisten.
Als Schenker vor dem Herrn ist er in dieser Hemmisphäre eh nocht nicht in Erscheinung getreten, stets graut es ihm davor. Doch er gelobt Besserung - abseits der ganzen Gutschein-Kisten.
Dienstag, 20. April 2010
Tornadoartiger Staub-Sturm
Heftige Würgattacken
Dienstag, 13. April 2010
Traditionsduell
Ein Klassiker: Die Duelle zwischen dem FC Liverpool und Borussia Mönchengladbach sind in die europäische Vereinsfußballgeschichte eingegangen. In den 70er Jahren trafen die Clubs gleich drei Mal aufeinander. Liverpool siegte jeweils im UEFA-Cup-Endspiel 1973 (3:0/0:2), im Finale des Cups der Landesmeister 1977 in Rom (3:1) sowie im Halbfinale desselben Wettbewerbs 1978 (1:2/3:0). Die Anhänger beider Clubs pflegen seit Jahrzehnten eine Fanfreundschaft. Zum 110-jährigen Jubiläum der Gladbacher treffen die Clubs nun am 31. Juli erneut aufeinander. You'll never walk alone.
Endspiel 1977
Endspiel 1977
Sonntag, 11. April 2010
Back To The Roots V
Heute: Fußball-Songs
Schnöde, langweilig und für die Ohren zuweilen ein Graus: Fußball-Songs sind in der Regel an Peinlichkeit absolut nicht zu überbieten. Es gibt jedoch wenige Ausnahmen, dazu gehören emotionale Klassiker á la Garry & The Peacemakers mit You'll never walk alone , immer wieder grandios inszeniert von den Fans des FC Liverpool und hierzulande von den Anhängern des FC St. Pauli, oder aber revolutionäre und gleichsam punkige Songs, die irgendwie ganz weit vorne liegen. Zwei davon, darunter ein weniger bekanntes, gehören für rattenalarm zu den kultigen Meilensteinen der Fußball-Musikgeschichte. Welche weiteren legendären Tracks dürften Eurer Meinung nach nicht fehlen? Wer innerhalb eines Stadions gute Musik hören will, sollte ohnehin die Alte Försterei in Berlin-Köpenick aufsuchen. Bei Union sind schon in der Regel fette Songs angesagt.
Iron Henning - Union
Commandantes - Russheides Himmel
Iron Henning - Union
Commandantes - Russheides Himmel
Sonntag, 4. April 2010
Montag, 29. März 2010
Urbane Uhrientierungslosigkeit
7.55 Uhr morgens. Die innere Uhr tickt vortrefflich: "Okay, wie passend". Er steht auf, rennt zum Fernseher und will sich den Start des Formel1-Rennens reinziehen. Seine Klüsen entdecken allerdings, dass da schon jede Menge Theater los ist - sprich, die Boliden Kreisen schon längst ihre Runden. "Hmmh, irgendetwas passt hier nicht", denkt er. Richtig. Uhrenalarm. Keine Chance für Nachtschattengewächse.

Er kratzt sich am Schädel und versucht, die am Morgen noch dürftige Ansammlung grauer Zellen wieder zu reanimieren. Ordnung muss schließlich sein. Er blickt nochmals auf die Uhr. "Alles okay, die Zeit passt. Jetzt ist es 8.01 Uhr. Aber wieso läuft dieses verdammte Rennen schon." Er schnappt sich die Fernsehzeitung und liest: Rennbeginn 8 Uhr. "Häh?!" Die vier Uhren in seiner Bude werden abgeklappert. Die fette Uhr in der Küche funktioniert eh nicht, verlässlich zeigt sie seit Monaten 11.22 Uhr an. Das nennt er konsequent. Die Herduhr wartet mit starken 8.04 Uhr auf, die am Schreibtisch meint es wäre 7.47 Uhr. "Was denn nun", fragt er sich. Er guckt ins Telefonbuch und will die Zeitansage anrufen, doch findet er die Nummer nicht. "Gibt's die überhaupt noch?"
Boah, die Krise ist da. Er zweifelt an seinem Verstand. "Immer diese Punk-Rock-Konzerte". Um Ausflüchte ist er nicht verlegen. Folglich legt er sich frustriert in die Koje. Zwei Stunden später steht er wieder auf, geht in die Küche und blickt auf die Herduhr. Sie scheint sich verschworen zu haben. 11.22 Uhr. Denn das zeigt auch die fette Uhr an. "Was geht hier denn ab", fragt er sich erneut. "Hirmäßig wohl nicht so viel." Die Uhrientierungslosigkeit nimmt kopfmäßig urbane Ausmaße an. Paranoid.
Dann fällt ihm ein, er könnte ja mal die Videotext-Uhr aktivieren. Die Atomuhr strotzt vor Energie. Sie zeigt 12.24 Uhr an. Super! Sommerzeit steht da auf Seite 100 in kleinen Lettern geschrieben. Genervt rennt er von Uhr zu Uhr und versucht in seinem Tran die aktuelle Zeit einzustellen. Nachdem er die Betriebsanleitung von seinem Herd stundenlang durchgerabeitet hat, steht dort abends endlich die richtige Uhrzeit: 18.46 Uhr. Wenigstens zeigt die fette Uhr immer noch beharrliche 11.22 Uhr an. Danke!
Er kratzt sich am Schädel und versucht, die am Morgen noch dürftige Ansammlung grauer Zellen wieder zu reanimieren. Ordnung muss schließlich sein. Er blickt nochmals auf die Uhr. "Alles okay, die Zeit passt. Jetzt ist es 8.01 Uhr. Aber wieso läuft dieses verdammte Rennen schon." Er schnappt sich die Fernsehzeitung und liest: Rennbeginn 8 Uhr. "Häh?!" Die vier Uhren in seiner Bude werden abgeklappert. Die fette Uhr in der Küche funktioniert eh nicht, verlässlich zeigt sie seit Monaten 11.22 Uhr an. Das nennt er konsequent. Die Herduhr wartet mit starken 8.04 Uhr auf, die am Schreibtisch meint es wäre 7.47 Uhr. "Was denn nun", fragt er sich. Er guckt ins Telefonbuch und will die Zeitansage anrufen, doch findet er die Nummer nicht. "Gibt's die überhaupt noch?"
Boah, die Krise ist da. Er zweifelt an seinem Verstand. "Immer diese Punk-Rock-Konzerte". Um Ausflüchte ist er nicht verlegen. Folglich legt er sich frustriert in die Koje. Zwei Stunden später steht er wieder auf, geht in die Küche und blickt auf die Herduhr. Sie scheint sich verschworen zu haben. 11.22 Uhr. Denn das zeigt auch die fette Uhr an. "Was geht hier denn ab", fragt er sich erneut. "Hirmäßig wohl nicht so viel." Die Uhrientierungslosigkeit nimmt kopfmäßig urbane Ausmaße an. Paranoid.
Dann fällt ihm ein, er könnte ja mal die Videotext-Uhr aktivieren. Die Atomuhr strotzt vor Energie. Sie zeigt 12.24 Uhr an. Super! Sommerzeit steht da auf Seite 100 in kleinen Lettern geschrieben. Genervt rennt er von Uhr zu Uhr und versucht in seinem Tran die aktuelle Zeit einzustellen. Nachdem er die Betriebsanleitung von seinem Herd stundenlang durchgerabeitet hat, steht dort abends endlich die richtige Uhrzeit: 18.46 Uhr. Wenigstens zeigt die fette Uhr immer noch beharrliche 11.22 Uhr an. Danke!
Dienstag, 23. März 2010
Ein statistischer Kniefall
Ein Hirnakrobat ist er eigentlich nicht, die wissenschaftliche Empirie langweilt ihn zutiefst und von der Stochastik hat er nur wahrscheinlich gehört. Doch wenn er die mathematische Teildisziplin Statistik wahrnimmt, dann grassiert in ihm das Fieber. Ein Fieber, das ihn immer wieder manisch werden lässt - zumindest wenn er Tabellen sieht. Fußball-Tabellen.

Im Netz, in Zeitungen oder im Videotext: Sein Gedächtnis verlangt immer wieder nach Statistik-Food. Wie ein Irrer zieht er sich wöchentlich, beinahe täglich, den aktuellen Ergebnisdienst rein. Fündig wird er stets. Wer, wann, wo, wieviele Punkte gesammelt hat, die Torjägerliste anführt oder Spitzenreiter der Ewigen Tabelle in Aserbaidschan ist: Das zu wissen, ist für einen Statistik-Freak ein absolutes Muss, ein zahlenmäßig orgiastisches Vergnügen. Zack, zack und schon sind die Infos von Liga eins bis in die Kreisliga D gepeichert. Wenn möglich bitteschön weltweit.

Wer das auch braucht, sollte unbedingt die schwedische Fußball-Statistik-Seite home.swipnet.se auswendig lernen. Eine Gourmet-Seite der ewig-harten Fakten, wenngleich optisch nicht optimal. Für Einsteiger reichen auch häppchenweise die Tapas der Fußball-Tabellen. Guten Appetit!
Im Netz, in Zeitungen oder im Videotext: Sein Gedächtnis verlangt immer wieder nach Statistik-Food. Wie ein Irrer zieht er sich wöchentlich, beinahe täglich, den aktuellen Ergebnisdienst rein. Fündig wird er stets. Wer, wann, wo, wieviele Punkte gesammelt hat, die Torjägerliste anführt oder Spitzenreiter der Ewigen Tabelle in Aserbaidschan ist: Das zu wissen, ist für einen Statistik-Freak ein absolutes Muss, ein zahlenmäßig orgiastisches Vergnügen. Zack, zack und schon sind die Infos von Liga eins bis in die Kreisliga D gepeichert. Wenn möglich bitteschön weltweit.
Wer das auch braucht, sollte unbedingt die schwedische Fußball-Statistik-Seite home.swipnet.se auswendig lernen. Eine Gourmet-Seite der ewig-harten Fakten, wenngleich optisch nicht optimal. Für Einsteiger reichen auch häppchenweise die Tapas der Fußball-Tabellen. Guten Appetit!
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