Der Schädel brummt, die Gedanken kreisen. Wie war das nochmal? Wenn Menschen sich etwas vehement wünschen, dann müssen Rituale herhalten, die in entsprechenden Situationen den größtmöglichen Erfolg Realität werden lassen sollen.
Wenn er sich also als Fußball-Jünger ein Spiel seiner Truppe anschaut, und er sich daran erinnert, was er alles beim ersten, beim nächsten und darauffolgenden Erfolg getan hat, dann wiederholt er natürlich all das, was seiner Meinung nach zum maximalen Gedeihen beitragen kann.
Da steht das Pils immer an der gleichen Stelle, da werden die Kippen im Nebenraum geraucht, da wird der Fernseher in den jeweiligen Situationen minutiös gedreht: Alles wird so gemacht, damit sich das erhoffte positive Ergebnis tatsächlich einstellt. Noch Fragen? Nein. Fazit: Die Nebelkerzen blenden zwar den gesunden Menschenverstand aus, aber da, wo nicht viel ist, kann es nur heißen: Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Samstag, 17. März 2012
Samstag, 10. März 2012
Das Ohr am Rohr
Er nimmt den Hörer ab, tippt mit dem Zeigefinger die Zahlenkombination ein und lauscht dann dem monotonen Tuten. Besetzt.
Wenn er von montags bis freitags am Rohr hängt, dann dreht er zuweilen durch. Schnell benötigt er Informationen, doch mit ebensoviel Tempo dudelt dieser markant-monotone Ton, der rattenmäßig fieß fiepend in sein Ohr eindringt, vor sich hin. Er legt auf, drückt die Wahlwiederholungs- und parallel die Lautsprechertaste. Der bekannte Laut kehrt unmittelbar zurück. Diesmal allerdings viel deutlicher hörbar. Er schmeißt der Hörer auf die Gabel, um ihn Sekunden später wieder aufzunehmen. Das Ritual beginnt von vorn. Besetzt, besetzt, besetzt!
In einer Pause von zehn Minuten sucht er sein Glück. Dann nimmt er erneut den Knochen in die Hand, wählt wieder normal von Hand, steht dabei auf, dreht sich und prompt hat er sich in der Strippe verheddert. Er ist sowas von gut drauf, als er das nervtötende Tuten erneut hört. Zu allem Überfluss kommt er aus der geringelten Schnur nicht raus, stranguliert sich den Hals und würgt vor sich hin. Er läuft rot an und krächzt drohende Worte in Richtung Fernsprechapparat. Nachdem er drei Stunden später einen erneuten Vorstoß wagt, kommt das lang ersehnte Freizeichen, ein Klingelton, der eine Welle von Emotionen orgiastischer Art in ihm freisetzt. Dann geht jemand ran. Er kennt die Stimme, es ist die richtige. Er redet drauf los und stellt fest: Es ist der AB mit dem er spricht. Keinen Bock mehr. Das wars.
Montag, 20. Februar 2012
Ab ins schwarze Loch
Donnerstag, 16. Februar 2012
Rattige Weiberfastnacht
Samstag, 11. Februar 2012
Für Gourmets ein Fest
Die Post geht weiter ab: Auf dem Speiseplan stand diesmal Schalke, 3:0 vernascht, wenngleich das Dessert in der zweiten Halbzeit ausblieb, war der Erfolg erneut einfach klasse, hochverdient und zu keiner Zeit gefährdet. Köstlich und süß. Was für Zeiten für Gladbach Fans...
Borussia Mönchengladbach - Schalke 04 3:0 (3:0)
1:0 Reus (2.)
2:0 Hanke (15.)
3:0 Arango (32.)
Mönchengladbach: ter Stegen - Jantschke, Brouwers, Dante, Daems - Nordtveit (73. Marx), Neustädter - Herrmann (79. de Camargo), Arango - Reus, Hanke
Schalke: Unnerstall - Höger (80. Hoogland), Papadopoulos, Höwedes, Christian Fuchs - Matip - Farfan (63. Draxler), Jurado (46. Metzelder), Obasi - Raul, Huntelaar
Schiedsrichter: Manuel Gräfe
Zuschauer: 54.049 (ausverkauft)
Gelbe Karten: Nordtveit (4) - Höwedes (5), Obasi (5), Papadopoulos (6)
Sonntag, 5. Februar 2012
Über...Brücken...musst du...
Freitag, 3. Februar 2012
Raffzähne
Sie sind stets zur Stelle, wenn es etwas zu holen gibt. All das, was nicht niet- und nagelfest ist, raffen sie zusammen. Wie auf der Pirsch lauern sie und schlagen sofort zu. Sie fletschen ihre Zähne und lecken sich sabbernderweise ihre Finger nach dem Begehrenswerten. Persönliche Eitelkeiten spielen keine Rolle. "Wer zuerst kommt, malt zuerst", lautet ihre Credo. Man nennt sie schlicht und einfach auch Raffzähne. Sie treiben immer wieder ihr Unwesen.
Mittwoch, 1. Februar 2012
In Ohrenschmalz versunken
Zack, flugs schiebt er sich mit dem Q-Tip (Kuhtipp), nachdem er kurz zuvor an den lästigen aber doch nützlichen zu einem Zopf zusammengebunden Ohrenhaare vorbeigeschrammt ist, die triefend gelbe Masse in seinen äußeren Gehörgang nahe der Muschel. Resultat: Er ist taub wie eine Nuss.

Wenn der Tag so beginnt, kennt der Jubel kaum noch Grenzen. Häh? Er versteht nix mehr. Was kann er tun? Ein Kollege gibt ihm so ein komisches Zeug, das angeblich die Schmalzbrocken in seinem Ohr auflösen soll. Das Resultat drei Stunden später: Er hört auf dem Ohr gar nichts mehr.
Innerlich dreht er immer mehr durch. Die Notlösung heißt Arzt. Krampfhaft versucht er einen Termin noch am selben Tag zu bekommen. Doch der Ohrenarzt seines Vertrauens, rührt sich nicht. Alle Telefonate laufen ins Leere. Weitere Stunden vergehen, er drückt den Wahlwiederholungsknopf an seinem Dientstelefon und überraschenderweise geht die Praxisdame ans Rohr, obwohl er eigentlich eine andere Nummer wählen wollte. Wunderbar, er kann sie schließlich davon überzeugen, dass er dringend - auch ohne Überweisung - in die Sprechstunde kommen muss. Der Termin ist günstig, 18.20 Uhr. Er quält sich bis dato weiterhin.
Dann geht's los, ab ins Auto, fahren, parken, aussteigen, anmelden, zwei Minuten warten und schon kommt der Onkel Doktor. Es bleibt wenig Zeit, die angsteinflößenden Apparaturen und Gerätschaften, die dort so rumliegen, zu inspizieren. "Das ist auch besser so", denkt er. Der Doc dringt ins Ohr ein und sagt: "Jau, da haben Sie aber ein paar dicke Brocken. Die spülen wir raus." Gesagt getan, ihm bleibt keine Zeit zum Luftholen. Zack, ein Wunder ist geschehen: Er hört besser als je zuvor - und das wider Erwartenohne Schmerzen. Das Dankesagen sprudelt deshalb nur so aus ihm heraus. Es fehlt nur noch der Kniefall. Den macht er gedanklich zum großen Ohrenschmalz-Entferner-Meister...
Wenn der Tag so beginnt, kennt der Jubel kaum noch Grenzen. Häh? Er versteht nix mehr. Was kann er tun? Ein Kollege gibt ihm so ein komisches Zeug, das angeblich die Schmalzbrocken in seinem Ohr auflösen soll. Das Resultat drei Stunden später: Er hört auf dem Ohr gar nichts mehr.
Innerlich dreht er immer mehr durch. Die Notlösung heißt Arzt. Krampfhaft versucht er einen Termin noch am selben Tag zu bekommen. Doch der Ohrenarzt seines Vertrauens, rührt sich nicht. Alle Telefonate laufen ins Leere. Weitere Stunden vergehen, er drückt den Wahlwiederholungsknopf an seinem Dientstelefon und überraschenderweise geht die Praxisdame ans Rohr, obwohl er eigentlich eine andere Nummer wählen wollte. Wunderbar, er kann sie schließlich davon überzeugen, dass er dringend - auch ohne Überweisung - in die Sprechstunde kommen muss. Der Termin ist günstig, 18.20 Uhr. Er quält sich bis dato weiterhin.
Dann geht's los, ab ins Auto, fahren, parken, aussteigen, anmelden, zwei Minuten warten und schon kommt der Onkel Doktor. Es bleibt wenig Zeit, die angsteinflößenden Apparaturen und Gerätschaften, die dort so rumliegen, zu inspizieren. "Das ist auch besser so", denkt er. Der Doc dringt ins Ohr ein und sagt: "Jau, da haben Sie aber ein paar dicke Brocken. Die spülen wir raus." Gesagt getan, ihm bleibt keine Zeit zum Luftholen. Zack, ein Wunder ist geschehen: Er hört besser als je zuvor - und das wider Erwartenohne Schmerzen. Das Dankesagen sprudelt deshalb nur so aus ihm heraus. Es fehlt nur noch der Kniefall. Den macht er gedanklich zum großen Ohrenschmalz-Entferner-Meister...
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