Incognito werden heute wieder zahlreiche Ratten unterwegs sein und auf die genüsslichen Abfälle jeglicher Art warten. Jeck, Jeck, Ihr Schleckermäuler!
Montag, 23. Februar 2009
Ratten-Montag
Incognito werden heute wieder zahlreiche Ratten unterwegs sein und auf die genüsslichen Abfälle jeglicher Art warten. Jeck, Jeck, Ihr Schleckermäuler!
Mittwoch, 18. Februar 2009
Der Röchelmann
Mit der Bahn zu fahren, ist immer wieder ein genüssliches Erlebnis. Völlig abgewrackt und ohne dafür eine Prämie zu erhalten, sitze ich gedankenversunken in der hintersten Reihe. Doch dann plötzlich werde ich Zeuge eines unglaublich, orgiastisch anmutenden Exzesses. Der Viren-Papst bläst zwei Sitzbänke vor mir erbarmungslos zum Frontalangriff. Er röchelt was seine Bronchien nur so hergeben. Um mich herum schießen tödliche Blicke wie Giftpfeile in Richtung Röchelmann. Wer einen Kopfhörer hat, wähnt sich in Sicherheit. Doch selbst Ohrstöpsel helfen nicht.
Die ersten Bahnfahrer verlassen die Sitzreihen. Ich amüsiere mich köstlich, wenngleich ich genervterweise zugeben muss, dass sich die Intervalle der Röchel-Attacken Minute um Minute verkürzen. Dann ist es soweit: Er schmettert eine ganze Arie durch den Waggon. Andere Reisende stimmen gleich mit ein - vielleicht aus Mitleid? Ich weiß es nicht. Einige Brocken drohen sogar förmlich aus ihm herauszuspritzen. Ich möchte nicht wissen, wie es unmittelbar vor ihm aussieht. Dann steht plötzlich eine junge Frau auf und unternimmt den ersten Hilfeversuch. "Ich hab' eine Reisapotheke dabei. Kann ich Ihnen helfen? Ich habe Pastillen dabei", sagt sie mit einem total angefressenen Gesichtsausdruck. "Ja", antwortet der Röchelmann, "das ist sehr innovativ". Okay, denke ich. Der Mann ist echt gut drauf. Doch 20 Sekunden später geht die Röchelei gleich weiter, und zwar noch intensiver. Leser können nicht mehr lesen, Handy-Freaks nicht mehr telefonieren. Der wahre Meister der Viren läuft zur Hochform auf.
Mittlerweile haben drei Sitznachbarn die Flucht ergriffen. Manche nutzen beim Stopp die Gunst des Augenblicks. Sie geben vor, auszusteigen, ziehen aber stattdessen in das nächste Abteil um. Bei einer älteren Dame spiegelt sich das Funkeln in den Augen wider. Vermutlich sagt sie in Gedanken zu mir: "Du arme Socke. Ich bin den Viren-Meister jetzt endlich los. Viel Spaß noch." Pustekuchen. Reumütig kehrt sie wenige Minuten später wieder zurück, setzt sich und schmollt. Der Zug ist voll, proppenvoll. Ungeachtet dessen legt der Röchelmann mit einer perfekt initiierten penetranten Permanenz wieder los. Die Stimmung steigt. Ein Platz ist frei geworden. Der Neuankömmling setzt sich hin und steht sogleich wieder auf, als der Meister erneut sein Konzert des Grauens anstimmt. Dann klingelt sein Handy - synchron zum Röcheln. Aber: Während des Gespräches, vermutlich mit seiner Frau, hat dieser krasse Typ nicht ein einziges Mal gehustet. Häh? Nach dem Telefonat legt er aber wie gewohnt nach. Eine Finesse hat er sich aber nicht nehmen lassen: Das Hochziehen des Rotzes. Wunderbar!
Als ich dann zu ihm hinüberblicke, sehe ich, was er liest: Es ist ein Essay mit der Überschrift "Das Rennen um den ersten Reaktor". Alles klar? Ein unglaublicher Typ.
Audio-Version:
http://rattenalarm.podbean.com/medias/web/aHR0cDovL21lZGlhNy5wb2RiZWFuLmNvbS8xMjczNjMvdS9EZXJSY2hlbG1hbm4ubXAz/DerRchelmann.mp3
Mittwoch, 11. Februar 2009
Dawai, dawai, dawai ...
Donnerstag, 5. Februar 2009
Im Würgegriff der Telekom
Es ist immer wieder eine Prozedur. Da steht ein Umzug an, alles ist soweit vorbereitet und eingetütet, aber dann kommt das böse Erwachen: als Geisel der Telekom hat vermutlich schon jeder Freak seine Erfahrungen gesammelt und den zuvor als hoffnungslos verloren geglaubten Kampf scheinbar gewonnen - zumindest nachdem man sich von Warteschleife zu Warteschleife gehangelt hat.
Es ist absolut irre. Die versprochene Freischaltung der Telefonleitung hat erst im dritten Anlauf geklappt. Und das ist vermutlich noch schnell. Fadenscheinige Gründe werden vorgeschoben, die Nerven belastet. Was war diesmal der Grund? Überraschenderweise technische Probleme. Und wenn Du dann denkst, alles ist erledigt, schlägt die Telekom wieder zu. Du nimmst den Hörer ab, kein tuten. Super! Und die Leier mit der Warteschleife geht wieder von vorne los. Ein Grund, warum wir alle die Telekom so lieb haben. Fazit: Besser nie umziehen!
Donnerstag, 22. Januar 2009
Donnerstag, 15. Januar 2009
Rattig ohne Ende
Puh, es ist ein unglaublicher Fall. Ein Fall, der nicht zu lösen ist. Da sitzen sie nun in ihren Löchern, fiepen vor sich hin und lassen den Menschen beinahe vor Angst erstarren, wenn sie an die Oberfläche gelangen und ohne Erbarmen ihre Nahrungssuche forcieren.
Schlagzeilenträchtig und von Selbstzerfleischung zerfressen erwachen die Biester immer wieder aufs Neue. Tag ein, Tag aus stillen die Freaks weitgehend ohne Ekel ihren Erfolgshunger und das ohne eine Spur der eigenen Achtung zu hinterlassen.
Doch das vor Neugierde nur so strotzende und lechzende Volk der Voyeure schmort im eigenen Saft lustvoll vor sich hin. Es weidet sich mit purem Genuss an den exzessiv orgiastischen Peinlichkeiten der chronisch klammen Fetischisten. Sie vermehren sich ohne jede Gnade. Sie wollen sie sehen: die Ratten des Dschungels.
Schlagzeilenträchtig und von Selbstzerfleischung zerfressen erwachen die Biester immer wieder aufs Neue. Tag ein, Tag aus stillen die Freaks weitgehend ohne Ekel ihren Erfolgshunger und das ohne eine Spur der eigenen Achtung zu hinterlassen.
Doch das vor Neugierde nur so strotzende und lechzende Volk der Voyeure schmort im eigenen Saft lustvoll vor sich hin. Es weidet sich mit purem Genuss an den exzessiv orgiastischen Peinlichkeiten der chronisch klammen Fetischisten. Sie vermehren sich ohne jede Gnade. Sie wollen sie sehen: die Ratten des Dschungels.
Freitag, 9. Januar 2009
Back To The Roots III
Number-One-Classix Of All Time
Heute: Klassiker von den Pixies
Die Pixies sind Kult. Ohne Frage, die US-Band um Frontmann Charles Michael Kittridge Thompson IV alias Frank Black und der nicht minder grandiosen Frontfrau und Bassistin Kim Deal, die mit den Breeders ebenfalls kräftig abräumte, hat Geschichte geschrieben - und zwar für die Ewigkeit.
Bei Songs wie "Gouge away" vom Album Doolittle (1988) kann man eigentlich nur richtig abdrehen. Gitarrenlastig ist der Track - volles Programm zum Ausrasten geeignet. Jede Facette des Körpers wird durchdrungen.
Gouge away
Den größten Hit "Where is my mind?" hat vermutlich die Mehrzahl schon zig tausend Mal gehört, aber dennoch hat der Song nach wie vor nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Wer ihn länger nicht gehört hat, ist doch schnell wieder mittendrin - auch in seiner eigenen Vergangenheit. Der Refrain versprüht Intensität.
Where is my mind?
Die Euphoriewelle schwappt bei "Gigantic" vom Album Surfer Rosa (1988) quasi durchs Hirn. Deals Stimme geht rein, bis ins Mark.
Gigantic (live)
Ein absolut verkannter Klassiker ist für mich jedoch "Bird Dream of Olypmus Mons" vom 1991er Album Trompe le Monde. Is klar, man kann ordenlich relaxen und abfliegen. Die Welt liegt einem zu Füßen, nicht wahr?
Bird Dream of Olympus Mons
Der wechselseitge Gesang beider Front-Freaks ist beim Track "Hey" besonders prägnant und eindringlich, nicht wahr Schwesterherz? Wenn jemand darauf abgeht, ist sie es. Ihr auch?
Hey
Wer fragt, wo ist vorne? Die Pixies sind in jedem Fall dabei! Großartig brilliant!
Heute: Klassiker von den Pixies
Die Pixies sind Kult. Ohne Frage, die US-Band um Frontmann Charles Michael Kittridge Thompson IV alias Frank Black und der nicht minder grandiosen Frontfrau und Bassistin Kim Deal, die mit den Breeders ebenfalls kräftig abräumte, hat Geschichte geschrieben - und zwar für die Ewigkeit.
Bei Songs wie "Gouge away" vom Album Doolittle (1988) kann man eigentlich nur richtig abdrehen. Gitarrenlastig ist der Track - volles Programm zum Ausrasten geeignet. Jede Facette des Körpers wird durchdrungen.
Gouge away
Den größten Hit "Where is my mind?" hat vermutlich die Mehrzahl schon zig tausend Mal gehört, aber dennoch hat der Song nach wie vor nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Wer ihn länger nicht gehört hat, ist doch schnell wieder mittendrin - auch in seiner eigenen Vergangenheit. Der Refrain versprüht Intensität.
Where is my mind?
Die Euphoriewelle schwappt bei "Gigantic" vom Album Surfer Rosa (1988) quasi durchs Hirn. Deals Stimme geht rein, bis ins Mark.
Gigantic (live)
Ein absolut verkannter Klassiker ist für mich jedoch "Bird Dream of Olypmus Mons" vom 1991er Album Trompe le Monde. Is klar, man kann ordenlich relaxen und abfliegen. Die Welt liegt einem zu Füßen, nicht wahr?
Bird Dream of Olympus Mons
Der wechselseitge Gesang beider Front-Freaks ist beim Track "Hey" besonders prägnant und eindringlich, nicht wahr Schwesterherz? Wenn jemand darauf abgeht, ist sie es. Ihr auch?
Hey
Wer fragt, wo ist vorne? Die Pixies sind in jedem Fall dabei! Großartig brilliant!
Donnerstag, 1. Januar 2009
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