Donnerstag, 5. Februar 2009

Im Würgegriff der Telekom



Es ist immer wieder eine Prozedur. Da steht ein Umzug an, alles ist soweit vorbereitet und eingetütet, aber dann kommt das böse Erwachen: als Geisel der Telekom hat vermutlich schon jeder Freak seine Erfahrungen gesammelt und den zuvor als hoffnungslos verloren geglaubten Kampf scheinbar gewonnen - zumindest nachdem man sich von Warteschleife zu Warteschleife gehangelt hat.

Es ist absolut irre. Die versprochene Freischaltung der Telefonleitung hat erst im dritten Anlauf geklappt. Und das ist vermutlich noch schnell. Fadenscheinige Gründe werden vorgeschoben, die Nerven belastet. Was war diesmal der Grund? Überraschenderweise technische Probleme. Und wenn Du dann denkst, alles ist erledigt, schlägt die Telekom wieder zu. Du nimmst den Hörer ab, kein tuten. Super! Und die Leier mit der Warteschleife geht wieder von vorne los. Ein Grund, warum wir alle die Telekom so lieb haben. Fazit: Besser nie umziehen!

Donnerstag, 22. Januar 2009

Wie ein Falke zum See kommt



On The Road Again ... und ab geht die Post!

Donnerstag, 15. Januar 2009

Rattig ohne Ende

Puh, es ist ein unglaublicher Fall. Ein Fall, der nicht zu lösen ist. Da sitzen sie nun in ihren Löchern, fiepen vor sich hin und lassen den Menschen beinahe vor Angst erstarren, wenn sie an die Oberfläche gelangen und ohne Erbarmen ihre Nahrungssuche forcieren.

Schlagzeilenträchtig und von Selbstzerfleischung zerfressen erwachen die Biester immer wieder aufs Neue. Tag ein, Tag aus stillen die Freaks weitgehend ohne Ekel ihren Erfolgshunger und das ohne eine Spur der eigenen Achtung zu hinterlassen.

Doch das vor Neugierde nur so strotzende und lechzende Volk der Voyeure schmort im eigenen Saft lustvoll vor sich hin. Es weidet sich mit purem Genuss an den exzessiv orgiastischen Peinlichkeiten der chronisch klammen Fetischisten. Sie vermehren sich ohne jede Gnade. Sie wollen sie sehen: die Ratten des Dschungels.

Freitag, 9. Januar 2009

Back To The Roots III

Number-One-Classix Of All Time
Heute: Klassiker von den Pixies

Die Pixies sind Kult. Ohne Frage, die US-Band um Frontmann Charles Michael Kittridge Thompson IV alias Frank Black und der nicht minder grandiosen Frontfrau und Bassistin Kim Deal, die mit den Breeders ebenfalls kräftig abräumte, hat Geschichte geschrieben - und zwar für die Ewigkeit.

Bei Songs wie "Gouge away" vom Album Doolittle (1988) kann man eigentlich nur richtig abdrehen. Gitarrenlastig ist der Track - volles Programm zum Ausrasten geeignet. Jede Facette des Körpers wird durchdrungen.

Gouge away





Den größten Hit "Where is my mind?" hat vermutlich die Mehrzahl schon zig tausend Mal gehört, aber dennoch hat der Song nach wie vor nichts von seiner Ausstrahlung verloren. Wer ihn länger nicht gehört hat, ist doch schnell wieder mittendrin - auch in seiner eigenen Vergangenheit. Der Refrain versprüht Intensität.


Where is my mind?





Die Euphoriewelle schwappt bei "Gigantic" vom Album Surfer Rosa (1988) quasi durchs Hirn. Deals Stimme geht rein, bis ins Mark.


Gigantic (live)





Ein absolut verkannter Klassiker ist für mich jedoch "Bird Dream of Olypmus Mons" vom 1991er Album Trompe le Monde. Is klar, man kann ordenlich relaxen und abfliegen. Die Welt liegt einem zu Füßen, nicht wahr?


Bird Dream of Olympus Mons





Der wechselseitge Gesang beider Front-Freaks ist beim Track "Hey" besonders prägnant und eindringlich, nicht wahr Schwesterherz? Wenn jemand darauf abgeht, ist sie es. Ihr auch?


Hey





Wer fragt, wo ist vorne? Die Pixies sind in jedem Fall dabei! Großartig brilliant!

Donnerstag, 1. Januar 2009

Auf ein Neues

Haltet mal schick und scharf alle die Ohren steif! Viel Glück und jede Menge Spaß 2009!

Mittwoch, 31. Dezember 2008

Don Promillos

Na, habt ihr heute auch wieder alle Schnapsregale dieser Welt belagert? Mit Sicherheit, ich kenne doch die ganzen Spritis, die heute wieder dem wohlverdienten Dilirium entgegenfiebern. Wenn die extrem gut gelaunte Fuselmeise heute mal wieder ihre sieben Tetra-Pack Wein gelehrt hat, sitzen die Spriteule und der Rotnasenspatz Neujahr um 10 Uhr schon längst wieder in der Spelunke von nebenan. Puh, was wird der Schädel bei einigen morgen wieder hämmern - dieses herrliche pochen! Nur die Schnapsdrossel wird wie gehabt alles im Griff haben -dem Hochprozentigem sei Dank. Prost! Aber hört mir bitte auf mit den guten Vorsätzen fürs neue Jahr. Nutzt nichts, Silvester wird eh wieder gesoffen bis der Arzt euch wieder Kochsalzlösungen intravenös einflösst.

Montag, 22. Dezember 2008

Blindflug


Im Blindflug durch die Nacht...

Mittwoch, 10. Dezember 2008

Spion und Filou - und doch Mensch

Buchtipp II: William Boyd - Eines Menschen Herz


Er ist ein englischer Lebemann, Schriftsteller, Kunsthändler und Spion. Logan Gonzago Mountstuart (LMS) ist Held wie Anti-Held gleichermaßen, aber vor allem eines: ein Mensch, der die Frauen begehrt und den Alkohol liebt.

Autor William Boyd ist es gelungen, das hochinterssante Leben von Mountstuart anhand seiner Tagebücher, die der Protagonist mit kleineren Unterbrechungen ab 1923 bis Anfang der 1990er Jahre schrieb, in einen Roman zu gießen. Es ist eine Zeitreise, in der historische Fakten eine perspektivische Nebenrolle einnehmen, aber keinesfalls stören. Im Gegenteil: So erfährt man einiges über die englische Gesellschaft oder das Partyleben in der New Yorker Künstlerszene.
Der Leser nähert sich Stück für Stück der Persönlichkeit des 1906 in Uruguay geborenen Mountstuart und entwickelt Gefühle für ihn, erst recht, als er 1991 stirbt.

Zum Inhalt: LMS ist ein Multitalent. Die Künstlerszene nennt er sein Zuhause. Als gefeierter Schriftsteller und als Korrespondent im spanischen Bürgerkrieg begegnet er Größen wie Ernest Hemingway oder Picasso, die wie LMS, die Frauen liebten. LMS hat eine gescheiterte Ehe hinter sich, aus der ein Kind hervorgegangen ist. Er heiratet erneut und wird einige Jahre später von der Navy als Spion im Zweiten Weltkrieg eingesetzt und landet auf den Bahamas. In der Schweiz gerät er schließlich in Gefangenschaft. Erst zwei Jahre später ist er frei. Gebrochen, nachdem er erfahren hat, dass seine große Liebe sowie seine Tochter bei einem Bombenangriff ums Leben kamen, flüchtet er nach Paris, später nach New York. Weitere Nackenschläge folgen, doch LMS, der zunehmend der Melancholie verfällt und voller Selbstzweifel steckt, geht 1969 als Lehrer nach Afrika - Nigeria. Dort herrscht Bürgerkrieg, so dass er erneut als Korrespondent arbeitet. Sechs Jahre später ist er zurück in London. Das Schreiben von Romanen verwirft er immer und immer wieder, obwohl er zahlreiche Ideen hat. Nach einem Verkehrsunfall lebt er am Existenzminimum, und isst Hundefutter in allen Variationen. Wegen Geldmangels trägt er für das Sozialistsiche Patientenkollektiv (SPK), die mit der RAF sympathisieren, Zeitungen aus. Erst in Frankreich, wo er 1991 stirbt, findet er seinen persönlichen Frieden.

Fazit: Das Leben des Logan Gonzago Mountstuart ist faszinierend, spannend und gleichzeitig für ihn doch in gewisser Hinsicht frustrierend. Der Leser kann sich mit ihm fast immer identifizieren und ist mit ihm auf seinem Lebensweg stets verwurzelt. Einfach klasse!